Kammerorchester Rhein-Hunsrück

"Stabat Mater" von Pergolesi
Das Kammerorchester Rhein-Hunsrück mit seinen 25 Musikern hat 2016 den hervorragenden 3. Platz beim bundesweiten Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrats erreicht.

Dies zeigt eindrucksvoll: Die 25 Musiker im Alter von 16 bis 72 Jahren bieten Orchestermusik auf hohem Niveau!

Unter der Leitung des Cellisten und Dirigenten Michael Burovik hat sich das Kammerorchester zu einem der besten Klangkörper der Region entwickelt.

Die Organisatoren der Rathauskonzerte in Mengerschied freuen sich sehr darüber, das Kammerorchester Rhein-Hunsrück dazu gewonnen zu haben, ihre Tourneepremiere des Stücks



"Stabat Mater"
von Giovanni Battista Pergolesi

im Rathaus Mengerschied
am Samstag, 04.11.17
zu starten.

Hier das Gedicht


Es erwartet Sie ein Abend mit einer ausbalancierten Folge von sieben Duetten und fünf Arien.

Der bittersüße melodische Gesang verwandelte die Muttergottes in eine menschliche Frau und nimmt ihr etwas von dem Erdfernen. Die mütterliche Gefühle, die zum Ausdruck gebracht werden, bringen den Zuhörer eher zum mitfühlen, denn zum bewundern der Frau. So verliert sie den mittelalterlichen Charakter, der sie zu einem Mysterium machte, gewinnt jedoch dadurch an überzeugenden Gefühlen. Die junge Frau ist erreichbar für die Mitmenschen und diese erreichen sie.

Viele bedeutende Komponisten haben das "Stabat Marta" vertont. Aber die wohl berühmteste Fassung stammt aus den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts von Pergolesi:
DAS STARKE STÜCK
Pergolesi - Stabat Mater
Als Giovanni Battista Pergolesi 1736 in einem Franziskanerkloster in der Nähe von Neapel starb, war er gerade einmal 26 Jahre alt. Bis dahin hatte er eine steile Karriere als Komponist erlebt, vor allem seine Opern waren beim Publikum beliebt, im Inland wie im Ausland. Seine "Magd als Herrin - La Serva Padrona" etwa war ein riesiger Erfolg an der Pariser Opéra comique. Nach dem frühen Tode Pergolesis war es jedoch das "Stabat Mater", das seinen Namen unsterblich machte, und das bis heute zu den am häufigsten aufgeführten Werken geistlicher Kompositionen zählt.

MISCHUNG AUS OPER UND FRÖMMIGKEIT
Robert King, Gründer des nach ihm benannten "King's Consort", hat Pergolesis "Stabat Mater" mehrfach aufgeführt: "Womit wir es hier zu tun haben, ist eine ungewöhnliche Haltung zu einem sehr bekannten Text - viele Komponisten hatten bereits ein "Stabat Mater" vertont, aber Pergolesi kommt direkt aus dem Opernhaus - und gleichzeitig ist seine Musik sehr andächtig. Es ist diese seltsame Mischung aus Oper und intensiver Frömmigkeit. Dieser Komponist steht kurz vor seinem Tod und ist ein begeisterter Christ."
DAS RICHTIGE WERK ZUR RICHTIGEN ZEIT
Bald nach Pergolesis Tod rankten sich Legenden um diese Komposition. Einer Überlieferung zufolge soll das "Stabat Mater" sein letztes Werk gewesen sein, vollendet auf dem Sterbebett - eine Behauptung, die wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standgehalten hat, und die doch hartnäckig die Jahrhunderte überdauerte. Robert King meint dazu: "Es hat etwas zu tun mit der Magie, die Pergolesi umgab. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass das Publikum eine Vorliebe für talentierte Komponisten entwickelt, die sehr früh starben - Pergolesi wurde nur 26! Und so wurde er wahnsinnig zur Mode, fast eine Kultfigur - und: es war einfach das richtige Werk zur richtigen Zeit." (Robert Kling)

BELIEBTESTES WERK SEINER ZEIT
Stabat Mater wurde eines der beliebtesten Werke des 18. Jahrhunderts. Antonio Salieri und Franz Xaver Süßmayr erstellten Ende des 18. Jahrhunderts eine neue Fassung des Stabat Mater für Sopran, Alt, vierstimmigen Chor und Orchester, die 1831 noch einmal von Ignaz von Seyfried revidiert wurde. Johann Sebastian Bach arbeitete das Stabat Mater zur Kantate "Tilge, Höchster, meine Sünden" (BWV 1083) um.


Quellen:
https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/starke-stuecke-pergolesi-stabat-mater-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Stabat_mater
https://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Pergolesi




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