Projekt "Steinbruch Gemünden" beendet
Natur der "Gemündener Höhe" bleibt geschützt

Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung der Ortsgemeinde Gemünden, am Freitag, 08.12.17 hat der Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Steinbruchbetreiber-Firma "Nahe-Hunsrück Baustoffe GmbH & Co.KG, Kirn" (NHB), Elmar Schnorpfeil vorgetragen, dass das Projekt "Steinbruch Gemünden" (lt. NHB: "Steinbruch Paterwald") aufgrund der Ergebnisse der kürzlich stattgefunden NHB-Erkundungsbohrungen nicht umgesetzt werden wird.

Lt. Elmar Schnorpfeil sei der Quarzit brüchig und daher in der Verwertung nicht wirtschaftlich. Zudem befänden sich in ca. 100 m Tiefe große Wasservorkommen.

In den letzten Jahren - seit Bekanntwerden des Projekts im Jahre 2008 - ist durch die kontinuierliche und sachliche Aufklärungsarbeit der "Bürger für Gemünden" aber auch durch die Aktivitäten der umliegenden Dörfer, insbesondere Mengerschied ein großer öffentlicher Druck entstand, die "Gemündener Höhe" und somit den Naturpark Soonwald-Nahe zu schützen.

So wurden u.a. folgende Aktionen durchgeführt:

  • Große Auftakt-Veranstaltung zur öffentlichen Aufklärung über das Projekt "Steinbruch Gemünden" mit Vertretern aller Parteien des Kreistags Rhein-Hunsrück im Gemeindehaus Mengerschied
  • Aufforderungen an die Verbandsgemeinde Kirchberg und die Verbandsgemeinde Simmern hinsichtlich des Grundwasserschutzes im Bereich der "Gemündener Höhe" tätig zu werden.
  • Intensive Kommunikation und Vor-Ort-Demonstrationen in Koblenz gegenüber den Mitgliedern der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald, SGD-Nord und Ministerien, um die Rohstoffabbau-Vorrangfläche "Gemündener Höhe" aus dem Regionalen Raumordnungsplan Mittelrhein-Westerwald zu entfernen und dem Naturschutz Vorrang zu geben.
  • Aufforderungen an Verbandsgemeinden und Kreistag die Kernzone des Naturpark Soonwald-Nahe auf den ursprüngliche Bereich, also inklusive der "Gemündener Höhe" zu erweitern.
Die "Gemündener Höhe" und damit den Naturpark Soonwald-Nahe vor einem Steinbruch zu schützen, ist zwischenzeitlich ein permanent erkennbarer "Wille" aller Bürgerinnen und Bürger der Region und auch der kommunalen Politik geworden.

Es ist zu vermuten, dass dies die Entscheidung der NHB-Geschäftsführung, das Projekt "Steinbruch Gemünden" aufzugeben, mit beeinflusst hat.