Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Virusinfektion, die ursprünglich in Afrika beheimatet ist.

Die ASP gilt als gefährliche Seuche und ist anzeigepflichtig. Die Bekämpfung nach Ausbruch erfolgt analog der Klassischen Schweinepest nach der Schweinepestverordnung durch die Veterinärbehörden.

Das Virus der ASP befällt nur Wild- und Hausschweine. ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar - weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch über direkten Tierkontakt. Allerdings spielt der Mensch bei der Verbreitung der Seuche eine wichtige Rolle, z.B. durch unsachgemäße Entsorgung von SPS-virushaltigen Lebensmitteln oder durch ASP-virushaltiges Material an Schuhen und Fahrzeugen.

Durch Verschleppung im Reiseverkehr kam es in der Vergangenheit aber auch in anderen Gebieten schon zu Ausbrüchen. Im Jahr 2018 zeigt die Übersicht des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit die weitere Ausbreitung in der EU: Nicht nur in den drei baltischen Staaten, auch in Rumänien, Ungarn, Tschechien und Polen gibt es inzwischen teilweise verbreitet Fälle nicht nur bei Wildschweinen, sondern auch bei Hausschweinen.

Ende August 2018 vermeldete das rumänische Amt für Veterinärmedizin und Lebensmittelsicherheit, dass 2018 bereits bis Ende August mehr als 123.000 Keulungen, aufgrund der stärksten Verbreitung seit dem Zweiten Weltkrieg, durchgeführt werden mussten. Auf Sardinien gibt es diese Seuche seit Jahrzehnten. Mitte September wurde die Seuche erstmals in Westeuropa in Belgien nachgewiesen.

Nach dem Ausbruch in der EU schloss Russland die Grenze für Schweinefleisch aus der EU. Ein Viertel der EU-Schweinefleischexporte geht normalerweise nach Russland. Der Importstopp führte zu einem Rückgang der Erlöse für Schlachtschweine.

Eine Ausbreitung der ASP in Deutschland hätte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die Tieragrarwirtschaft. Beim Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb würde der gesamte Bestand getötet.

Quelle: Wikipedia